01.02.2026 Costa Rica - Wahlen im Paradies
Costa Rica hat eine der stabilsten Demokratien in Mittelamerika und das seit den 1950ern und verfügt über eine gut gehütete Verfassung. Man hatte bereits am 1.12.1948 das Militär abgeschafft und das Geld wird in die sozialer Absicherung, Bildung und Umwelt investiert. Die Regierungsspitze in Costa Rica kann die Leitlinien vorgeben, kann aber auch durch das Abgeordnetenhaus in vielen Entscheidungen ganz praktisch ausgebremst werden. Der Präsident der Republik ist zugleich Chef der Exekutive. In der Asamblea Legislativa de Costa Rica sitzen 57 Abgeordnete, die über Entscheidendes beraten und beschließen. Im Gegensatz zu anderen westlichen (Un(Demokratien ist die Amtszeit der Abgeordneten und der Regierungsspitze auf vier Jahre ohne Wiederwahlmöglichkeit durch die Verfassung begrenzt. Die gewählten Abgeordneten bilden eine einzige beratende und gesetzgebende Kammer. Doch haben sich Parteien im Vorfeld mit ihren Zielen gebildet, die die jeweiligen Kandidaten unterstützen.
Am 1.2.2026 hat Costa Rica eine neue Regierung und damit auch neue Mehrheiten im Abgeordnetenhaus im ersten Durchgang gewählt. Damit ist die politische Leitlinie der nächsten vier Jahre festgezurrt. Fünf Präsidentschaftskandidaten von 20 Kandidaten traten zum höchsten Amt zur Wahl an. Alle Kandidaten werden übrigens vom Volk direkt gewählt. Damit ist Costa Rica eine der wenigen direkten Demokratien, an der andere Industrieländer durchaus lernen können, denn jeder Kandidat stellt sich direkt dem Wahlvolk. Eine Briefwahl sieht das Wahlrecht nicht vor.
Die Wahlen wurden natürlich auch international aufmerksam beobachtet: auf Einladung des Obersten Wahlgerichtshofs und des Auswärtigen Amtes beteiligt sich z.B. die Deutsche Botschaft an der diplomatischen Wahlbeobachtung in Wahllokalen in Costa Rica. Die stellvertretende Botschafterin Alejandra Herr und Petra Kriener besuchen gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus 20 weiteren Botschaften mehrere Wahllokale und überzeugten sich vom ordentlichen Ablauf.
Die Wahlen begannen bereits ab 6 Uhr morgens im ganzen Land. Ca. 2,7 Millionen Menschen (Nur ausgewiesene Wahlberechtigte) waren zur persönlichen Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahl lief ohne größere Zwischenfälle ab und verzeichnete eine historisch hohe Beteiligung von rund 70 Prozent. Auch im Ausland konnten übrigens die Costa Ricaner an ausgewählten Stellen direkt wählen. So reisten in den USA Viele trotz der heftigen Kälte an die Wahlorte im ganzen Land und votierten. Man berichtete in den Nachrichten, dass sogar die Wahlbeteiligung im Ausland dafür erheblich gestiegen war. Ein Zeichen des Patriotismus.
Die Ergebnisse lassen aufhorchen, denn die meisten Stimmen erhielt erwartungsgemäß Laura Fernández (kurz Laura), die unter dem abtretenden Präsidenten Rodrigo Chaves bereits Kabinettschefin war. Sie versprach bereits im Wahlkampf Kontinuität in der national ausgelegten Regierungsarbeit. Die 39-jährige Politikwissenschaftlerin wird nach Laura Chinchilla von der Nationalen Befreiungspartei (Amtszeit 2010-2014), die zweite Frau sein, die das Amt der Präsidentin von Costa Rica bekleiden wird. Weit abgestraft wurde dagegen der Kandidat der Frente Amplio (einem eher links/liberalen politischen Flügel zuzurechnen). Interessant: an beiden Küstenregionen erhielt Laura sehr hohe Stimmenanteile. Laura will die bereits unter Chaves begonnene Bekämpfung von Drogen und Kriminalität im Land weiterführen. Sie steht für konservative, nationale Werte und vor allem dem traditionellen Familienbild. Sie ist konservativ liberal. Vermutlich steht hinter ihr ein großer Flügel Alteingesessener, die nun patriotisch für eine friedliche Zukunft des Landes sorgen möchten. Denn Laura vermittelte im Wahlkampf keine großen Töne und man erhielt von ihr auch kein ausgefeiltes Programm. Im Fall des Wahlsieges versprach sie allerdings dem Vorgänger Chaves einen Posten im Kabinett. Das verleiht ihm weitere Immunität obwohl er vor Gericht soll. Sie will eine Fortsetzung des bereits eingeschlagenen Sparkurses in der öffentlichen Hand. Sie plant den Verkauf staatlicher Banken (wie der Banco de Costa Rica) und die Schließung ineffizienter Institutionen. Sie lehnt aber Steuererhöhungen ab und will stattdessen Staatsausgaben kürzen. Sie fordert härteren Strafen für Abtreibungen. Sie will eine noch engere Kooperation mit den USA und geplant ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit der DEA und dem FBI im Kampf gegen den Drogenhandel sowie die Beibehaltung der Migrationsabkommen. Und sie wird das Megagefängnis für über 5000 Gefangene vollenden. Hier sollen wie in El Salvador die Inhaftierten dem Staat durch Arbeit wieder ein Stück zurückgeben. Das wurde zwar von Menschenrechtsorganisationen im Vorfeld kritisiert, wird aber am Kurs nichts ändern. Der berufliche Lebenslauf von Laura fing in der Provinz, nahe der Küste an. Sie bezeichnet sich selbst als „Mujer de pueblo“ (Frau des Volkes) und kommt aus einem Elternhaus, das sie schon früh förderte. Ihre politische Karriere begann in der Regierung des scheidenden Präsidenten. Damit ist Costa Ricas nächste Amtszeit für Konservative gesichert.
Die Amtsübergabe ist für den 8. Mai 2026 vorgesehen.
Ganz sicher hat auch El Salvador mit seinem charismatischen Präsidenten Bukele vor der Wahl in Costa Rica den Menschen bei seinen Besuchen gezeigt, dass die Rückkehr einer Gesellschaft zu Traditionen, Werten und innerer Sicherheit nicht ohne eine führende, konservative Hand einhergeht. Dass damit keine linke Politdiktatur wie z.B. in Deutschland entstehen wird, gilt im Fall von Costa Rica eigentlich als sicher, denn Lateinamerikaner sind schon immer trotz Fortschritt und Modernität viel traditioneller geprägt als dies z.B. in Deutschland stattfindet. Respekt, Achtung vor den Älteren und Familiensinn wurden trotz aller westlichen Angriffe auch in Costa Rica in der Breite abgewehrt. Laura steht genau für diese Werte und hat offenbar ihre Landsleute überzeugt.
Damit setzt sich vor allem die in Lateinamerika wie z.B. in Argentinien, Panama und El Salvador immer mehr sich durchsetzende konservative Linie der Regierungen nun auch in Costa Rica fort. Ganz im Gegensatz zu der links/grünen, sozialistischen und familienfeindlichen Politik, die in den Industrieländern und hier z.B. in Europa in die Katastrophe führt.
Die Wahl 2026 hat im Gegensatz zum einstigen kriminellen El Salvador noch rechtzeitig stattgefunden und der Aufwachprozess des Wahlvolkes dauerte nur kurz. Diese Wahl war auch eine deutliche Warnung an die Linksideologen und deren Kandidaten, die weit abgeschlagen aus dem Rennen schieden. Vielleicht hat auch der Exodus Vieler zahlungskräftiger Europäer und Amerikaner nach Costa Rica etwas zum konservativen Stimmungsumschwung beigetragen, denn das Land zieht trotz der unschönen Meldungen über kriminelle Taten viele vermögende Auswanderer an, die der Wirtschaft positive Impulse geben und am Ende des Tages auch für Arbeit und Steuereinnahmen sorgen. Bleibt abzuwarten, ob viele überfällige Gesetze und Entscheidungen hinsichtlich Sicherheit und Stabilität nun getroffen werden.
Die europäischen Medien ordnen natürlich in ihrer Bewertung dieses Wahlergebnis als "rechts" ein. Immerhin waren die beiden führenden Lager mit ihren Kandidaten national verortet. Etwas, was ausländischen Beobachtern woker Staaten schwer verdaulich ist. Die deutsche Presse titelt (hier exemplarisch) im Vorfeld dazu:

KOMMENTAR
In den Reihen Vieler (auch Residenten) ist das Aufatmen deutlich hörbar. Westliche Medien sprechen von einer "Bukelisierung" des Landes. Doch aus der Sicht der Meisten hier ist genau das Gegenteil der Fall: man sehnt sich in Costa Rica nach Sicherheit und Stabilität, in der die Menschen ihr Leben ohne Angst bestimmen können. Deshalb hat man den bisherigen Kurs auch mit Laura fortgesetzt, denn unter dem Vorgänger Chavez entwickelte ich das Land erneut. Costa Ricas neuer Präsidentin hat aber auch unangenehmes im Kampf gegen das Verbrechen angekündigt. Sie hat sicher große Schützenhilfe von allen Bruderstaaten und den USA unter Trump. Sie sprach im Wahlkampf auch vom "Ausnahmezustand", der über das Land verhängt werden soll, um die Jagd und Säuberung von kriminellen Elementen und deren Mittäter so schnell und effizient wie möglich zu gestalten. Zumindest für spezielle Gegenden. Es bleibt abzuwarten, wie dies ganz praktisch ohne Störung der Wirtschaft bzw. des Tourismus vorangehen soll bzw. ob dies eben wie gesagt nur auf Problemgegenden zutreffen wird. Doch eines ist heute schon sicher: eine große Anzahl der Wähler unterstützt diesen Kurs. Und auch von den im Land lebenden meisten Ausländern wird diese Kandidatin sicher begrüßt, denn Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum ermöglichen auch Investoren und Residenten ein angenehmes Leben.
Übrigens und kaum in den deutschen Medien bekannt: auch das Nachbarland Panama blüht aufgrund ihrer Entwicklung enorm. Auch dort fing es mit dem Austausch des konservativen Präsidenten an und heute ist aus Panama innerhalb weniger Jahre ein ebenso sicheres wie lohnenswertes Lebensziel auch für Ausländer geworden.
In den Reihen Vieler (auch Residenten) ist das Aufatmen deutlich hörbar. Westliche Medien sprechen von einer "Bukelisierung" des Landes. Doch aus der Sicht der Meisten hier ist genau das Gegenteil der Fall: man sehnt sich in Costa Rica nach Sicherheit und Stabilität, in der die Menschen ihr Leben ohne Angst bestimmen können. Deshalb hat man den bisherigen Kurs auch mit Laura fortgesetzt, denn unter dem Vorgänger Chavez entwickelte ich das Land erneut. Costa Ricas neuer Präsidentin hat aber auch unangenehmes im Kampf gegen das Verbrechen angekündigt. Sie hat sicher große Schützenhilfe von allen Bruderstaaten und den USA unter Trump. Sie sprach im Wahlkampf auch vom "Ausnahmezustand", der über das Land verhängt werden soll, um die Jagd und Säuberung von kriminellen Elementen und deren Mittäter so schnell und effizient wie möglich zu gestalten. Zumindest für spezielle Gegenden. Es bleibt abzuwarten, wie dies ganz praktisch ohne Störung der Wirtschaft bzw. des Tourismus vorangehen soll bzw. ob dies eben wie gesagt nur auf Problemgegenden zutreffen wird. Doch eines ist heute schon sicher: eine große Anzahl der Wähler unterstützt diesen Kurs. Und auch von den im Land lebenden meisten Ausländern wird diese Kandidatin sicher begrüßt, denn Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum ermöglichen auch Investoren und Residenten ein angenehmes Leben.
Übrigens und kaum in den deutschen Medien bekannt: auch das Nachbarland Panama blüht aufgrund ihrer Entwicklung enorm. Auch dort fing es mit dem Austausch des konservativen Präsidenten an und heute ist aus Panama innerhalb weniger Jahre ein ebenso sicheres wie lohnenswertes Lebensziel auch für Ausländer geworden.
Die überwiegende Zahl europäischer/deutschsprachiger Medien verengt die Probleme von Costa Rica auf die Drogenkriminalität und nennt die neue Präsidentin "rechtspopulistisch". Ohne die Probleme zu verharmlosen ist dies nur ein mediales Ablenken von den Gewaltexzessen in Europa, die z.B. auch von der deutschen Politik ihren Bürgern gegenüber beständig verschwiegen werden. In Costa Rica sind durch die Nachbarländer kriminelle Banden und Elemente ins Land gekommen. Geldwäsche, Drogen und damit verbunden Verbrechen haben deshalb zugenommen.
Über die in Deutschland längst flächendeckend operierenden kriminellen und ebenso ausländischen Kartelle und explodierende Gewalt wird im deutschen Medienraum weitgehend geschwiegen oder gar nur als Randnotiz serviert. Ganz anders in Costa Rica: In Costa Rica flimmern allabendlich in den Hauptnachrichten ungeschönte Szenen der Drogenbekämpfer im praktischen Einsatz über die Mattscheibe. Das offenbart den Menschen die Dringlichkeit staatlichen Handelns und zeigt klare Kante. Etwas, was man sehr schätzt und Laura will diesen Kurs nicht ändern.
Über die in Deutschland längst flächendeckend operierenden kriminellen und ebenso ausländischen Kartelle und explodierende Gewalt wird im deutschen Medienraum weitgehend geschwiegen oder gar nur als Randnotiz serviert. Ganz anders in Costa Rica: In Costa Rica flimmern allabendlich in den Hauptnachrichten ungeschönte Szenen der Drogenbekämpfer im praktischen Einsatz über die Mattscheibe. Das offenbart den Menschen die Dringlichkeit staatlichen Handelns und zeigt klare Kante. Etwas, was man sehr schätzt und Laura will diesen Kurs nicht ändern.
Die Costa Ricanische Polizei wurde längst dafür aufgerüstet und technisch entsprechend ausgestattet. Die USA sind nahe und der Kampf gegen die organisierte Gewalt wird mit Hilfe amerikanischer Spezialeinheiten geführt. Costa Ricas Exekutive handelt und auch diese Regierung wird weiter handeln. Im Gegensatz zum Kuschelkurs deutscher Polizisten und Co. ist der Auftritt der OIJ (vergleichbar mit deutscher Kriminalpolizei und Drogenfahndung) kein Zuckerschlecken mehr für die Gejagten.
Die bisherige Regierung unter Chaves ist in vielen Dingen umstritten, hat aber längst aus diesem Grund gute Verbindungen zu Bukele, dem smarten Präsident El Salvador aufgebaut, um wirkungsvoll und entschlossen das organisierte Verbrechen einzudämmen, denn Tourismus und Wirtschaft müssen heraus aus den schlechten Nachrichten. Die Vorgänger der Chaves Regierung hatten dies sträflich vernachlässigt.
Im Gegensatz zu Europa/Deutschland wird für das in Costa Rica derzeit gebaute Megagefängis in vielen Kreisen offen sympathisiert und nicht Wenige akzeptieren längst den militärisch anmutenden Einsatz der Spezialeinheiten gegen Banden und Kriminelle im Land. Ganz im Gegenteil: es handelt sich hier oft um ausländische Kartelle, die Fuß gefasst haben und ihre Drogen- und Geldgeschäfte im Land ausweiten. Eine Entwicklung, die in dieser Form nicht historisch gewachsen ist.
Kaum jemand der bürgerlichen mittelständischen Gesellschaft ist allerdings überhaupt von dieser Gewalt der Kartelle als "Normalbürger" direkt betroffen. Auch wenn es vereinzelt zu schweren Taten kommt. Die gewaltsame Drogengewalt tritt im Gegensatz zu Deutschland meist in berüchtigten Randgebieten bzw. in der Szene auf.
Costa Rica ist sicher kein Paradies. Doch man erkennt die Dringlichkeit, sich dem Zustand wieder zu nähern. Schlechte Nachrichten schaden dem Geschäft und solche Artikel gaukeln bewusst ein Zerrbild vor, das z.B. in Deutschland längst Alltag geworden ist. Ohne, dass die deutsche Politik für ihre Bürger tatkräftig handelt. Und noch etwas für die meist politfernen Deutschen: ganz sicher macht man in Costa Rica ebenso Fehler in der Wahl der politischen Stellschrauben. Das Volk kennt aber seine Pappenheimer und kennt das Postengeschiebe. Doch eines eint alle: sie bestimmen den Präsident und die Entscheider im Parlament mit ihrer direkten Stimme. Fehler und Hoffnungen eingeschlossen. Welcher Deutsche hat diese großartige demokratische und direkte Wahlmöglichkeit jemals erfahren dürfen? Die Gründungsväter der Verfassung Costa Ricas haben zudem eine Abwahl verankert: so ist "der Schaden" in Sichtweite bereits nach 4 Jahren "korrigierbar". Davon können europäische und insbesondere deutsche Wähler nur träumen. Die Demokratie findet man nicht immer vor der eigenen Haustür. Pura Vida! Costa Rica ist Teil der Weltgemeinschaft und gut vernetzt, die politischen Entscheidungen im Land wirken sich natürlich direkt auch auf die ausländische Einwanderer aus. Insofern wären die Erfahrungen des untergehenden Europas für viele Inländer erkenntnisreich denn im öffentlichen Raum wird darüber geschwiegen. Costa Ricaner neigen naturgemäß dazu, sich mit Entwicklungen außerhalb ihres Landes nicht einzulassen. Jedenfalls solange, bis diese unmittelbar auch in ihrer Gesellschaft auftauchen. Eine Bedrohungslage auf die Zivilgesellschaft durch links/grüne/woke Kräfte ist längst auch in Costa Rica in der urbanen, nachwachsenden jungen Gesellschaft angekommen. Irrwitzige Verbote oder Regeln wurden in Teilbereichen gegenüber dem Volk oder der Wirtschaft präsentiert. Noch haben nationale Kräfte gesiegt.
Im Gegensatz zu Europa/Deutschland wird für das in Costa Rica derzeit gebaute Megagefängis in vielen Kreisen offen sympathisiert und nicht Wenige akzeptieren längst den militärisch anmutenden Einsatz der Spezialeinheiten gegen Banden und Kriminelle im Land. Ganz im Gegenteil: es handelt sich hier oft um ausländische Kartelle, die Fuß gefasst haben und ihre Drogen- und Geldgeschäfte im Land ausweiten. Eine Entwicklung, die in dieser Form nicht historisch gewachsen ist.
Kaum jemand der bürgerlichen mittelständischen Gesellschaft ist allerdings überhaupt von dieser Gewalt der Kartelle als "Normalbürger" direkt betroffen. Auch wenn es vereinzelt zu schweren Taten kommt. Die gewaltsame Drogengewalt tritt im Gegensatz zu Deutschland meist in berüchtigten Randgebieten bzw. in der Szene auf.
Costa Rica ist sicher kein Paradies. Doch man erkennt die Dringlichkeit, sich dem Zustand wieder zu nähern. Schlechte Nachrichten schaden dem Geschäft und solche Artikel gaukeln bewusst ein Zerrbild vor, das z.B. in Deutschland längst Alltag geworden ist. Ohne, dass die deutsche Politik für ihre Bürger tatkräftig handelt. Und noch etwas für die meist politfernen Deutschen: ganz sicher macht man in Costa Rica ebenso Fehler in der Wahl der politischen Stellschrauben. Das Volk kennt aber seine Pappenheimer und kennt das Postengeschiebe. Doch eines eint alle: sie bestimmen den Präsident und die Entscheider im Parlament mit ihrer direkten Stimme. Fehler und Hoffnungen eingeschlossen. Welcher Deutsche hat diese großartige demokratische und direkte Wahlmöglichkeit jemals erfahren dürfen? Die Gründungsväter der Verfassung Costa Ricas haben zudem eine Abwahl verankert: so ist "der Schaden" in Sichtweite bereits nach 4 Jahren "korrigierbar". Davon können europäische und insbesondere deutsche Wähler nur träumen. Die Demokratie findet man nicht immer vor der eigenen Haustür. Pura Vida! Costa Rica ist Teil der Weltgemeinschaft und gut vernetzt, die politischen Entscheidungen im Land wirken sich natürlich direkt auch auf die ausländische Einwanderer aus. Insofern wären die Erfahrungen des untergehenden Europas für viele Inländer erkenntnisreich denn im öffentlichen Raum wird darüber geschwiegen. Costa Ricaner neigen naturgemäß dazu, sich mit Entwicklungen außerhalb ihres Landes nicht einzulassen. Jedenfalls solange, bis diese unmittelbar auch in ihrer Gesellschaft auftauchen. Eine Bedrohungslage auf die Zivilgesellschaft durch links/grüne/woke Kräfte ist längst auch in Costa Rica in der urbanen, nachwachsenden jungen Gesellschaft angekommen. Irrwitzige Verbote oder Regeln wurden in Teilbereichen gegenüber dem Volk oder der Wirtschaft präsentiert. Noch haben nationale Kräfte gesiegt.
Wie denken Deutsche/Deutschsprachige über diese Wahl?
Ein Meinungsbild dazu ist nicht umfänglich recherchierbar. Ich vermute, dass die Allermeisten deutschsprachigen diese Wahlen auch gar nicht verfolgt haben oder sogar uninteressiert am politischen Schicksal ihres Gastlandes sind. In einer relativ großen deutschsprachigen Telegramgruppe wird eine solch wichtige Wahl und kritische Anmerkungen und Vergleichen dazu sogar von Einzelnen direkt "bekämpft". Dies entspricht genau dem Schema der "alten Heimat", wo kritisches Denken im Debattenraum kaum sichtbar sein soll und man unter "Seinesgleichen" öffentlich auch nicht anecken will. Höchstwahrscheinlich führt die anhaltende politische geistige Kastrierung im deutschsprachigen Raum auch/gerade bei vielen Auswandern dazu, dass man sich wie ein misshandeltes Opfer verhält, das die einstigen Peiniger einfach ignoriert und im neuen Aufenthaltsland beiseite schiebt.
02.02.2026 KONRAD ADENAUER STIFTUNG
01.02.2026 LA NACION
02.02.2026 KONRAD ADENAUER STIFTUNG
01.02.2026 LA NACION
Costa Rica / Politik
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