Costa Rica - Einwandern in diesen Zeiten - Einige Gedanken dazu
Die derzeitige politische Lage in Europa und im speziellen die Lage Deutschlands lässt Viele den Blick für die eigene Zukunft ändern. Doch der Schritt ins Ausland sollte gut vorbereitet werden. Als (noch) Deutscher verstehe ich die vielen Beweggründe, die Manche zu einem neuen Lebensmittelpunkt treiben oder zaudernd noch abhalten. Immer wieder begegnet man aber derzeit in Costa Rica Menschen, die Deutschland den Rücken gekehrt und in Costa Rica nach eigenem Bekunden eine neue Heimat gefunden haben.
Aber Costa Rica íst keine Insel. Und schon gar nicht mehr Pura Vida. Es ist längst Teil des globalen Finanzsystems und eingebettet in Lateinamerika. Wer also hier eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragt, sollte es ist nur als einen Teil des Plans B für das nun Kommende betrachten.
Es ist selbstverständlich unmöglich, für jeden Krisenfall die passende Lösung zu finden. Sicher ist: im europäischen bzw. deutschen Krisenmodus kann es so sein, dass die Regierung Kapitalverkehrskontrollen einführt und damit einen Geldtransfer ins Ausland verunmöglicht. Das bedeutet konkret, dass jegliches gebundenes Kapital in Deutschland zunächst nichts mehr Wert ist. Auch können Pensionen und Renten zunächst gestoppt werden oder (im Fall der Koppelung an den elektronischen Euro) einer Gebietsbeschränkung unterliegen. Eine schnelle Auswanderung wird in diesen Zeiten an den dazu notwendigen Papieren zwangsläufig scheitern, denn eine deutsche Behörde ist dann ebenfalls im Krisenmodus und die erforderlichen Laufzeiten für amtliche Bestätigungen wie Apostille und Co. erreichen schon heute in Friedenszeiten im Extremfall mehrere Monate. Diese dürfen z.B. zur Vorlage z.B. in Costa Rica nicht älter als drei Monate sein. Schon heute kaum zu machen.
Panikmache? Nein. Alle führenden deutschen Finanzexperten raten seit langem auswanderungswilligen Kunden diesem sehr wahrscheinlichen Szenario mit kühlem Kopf zu begegnen und finanziell einzukalkulieren. Ohne die heute gemachten konkrete Anstrengung für eine ausländische dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung rechtzeitig vor einem erwarteten europäischen Finanzcrash bleiben ausländische Einwanderungstüren in der Notlage schon aus Kapazitätsgründen höchstwahrscheinlich zu. Punkt. Gerade die deutsche Geschichte belegt, dass in den erwarteten Kriegszeiten Auswanderungswillige (auch Wohlhabende) seinerzeit im Ausland abgewiesen wurden. Dieses Schicksal ist eine Mahnung für Zögerliche.
Im Krisenfall bietet nur der dann in der Hand liegende inländische Pass oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung überhaupt ein (überlebens)notwendiges Bleiberecht außerhalb der europäischen Krisenländer. Beides benötigt gerade in der heutigen Zeit konsequentes Handeln, denn die Beantragung und Bewilligung solcher werthaltigen Titel dauern (wie üblich) eben eine lange Zeit. Im Fall Lateinamerikas kann man von Monaten oder sogar eventuell Jahren ausgehen.
Darum Costa Rica
Costa Rica ist einerseits ein wirtschaftlich fragiles Gebilde, andererseits ist man längst nicht mehr auf Europa als Finanzier angewiesen. Die Landeswährung Colon ist ein gepflegtes Finanzrelikt und nicht verfügbar außerhalb des Landes. Und doch fest integriert und als Zahlungsmittel auch nicht (im Gegensatz zu Panama) an den USD angekoppelt. Damit lebt man quasi mit seiner Währung im Goldfischglas, die im Übrigen zu den bekannten Währungen wie USD, Euro und Co, extrem stark bleibt.
Die staatliche Überwachung und Regulierung der Banken und privater Finanzströme ist nicht zu unterschätzen. Kommen wir damit zum lieben Geld: die Beantragung eines Bankkontos in Costa Rica ist ein Muss. Europäische Kreditkarten und Konten sind im Worstcase schnell gestoppt oder können jederzeit heruntergeregelt werden. Wer in Costa Rica lebt und damit auch "sicher" sein will, muss sich dem zugegeben bürokratischen Verfahren der Eröffnung eines inländischen Bankkontos stellen, das ohne DIMEX, also einer temporären oder besser noch dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung kaum möglich sein dürfte. Und auch hier wird man nicht automatisch als neuer Kunde größere Geldmengen problemlos routen oder anlegen können. Die finanzielle Historie ist ein ebenfalls längerer und vorsichtiger Weg, den man gehen sollte, um auch hier keine Probleme zu bekommen. Die Devise sollte sein: immer unter dem Radar fliegen. Nie zu viel und nie zu wenig.
Wer "nur" laufende Einkünfte wie z.B. eine Rente, Pension oder ähnliches aus Europa bezieht und hier nicht genügend Bares auf der hohen Kante hat, wird im europäischen Krisenfall schnell feststellen, dass in Windeseile sein Aufenthalt auch in Costa Rica in Gefahr geraten könnte. Speziell Vollkaskodeutsche leben da in der der Pura Vida Illusion. Und nein: die deutsche Botschaft kann und wird im Fall der Fälle finanziell nicht helfen.
Kommen wir zum Thema Immobilie, Edelmetalle, Bitcoin und Co. als Sicherheit.
Ein noch so schönes Haus, eine noch so hohe ausländische Pension, noch so pralle Bitcoinkonten bieten in globalen Krisenzeiten eine schwache Sicherheit, den Kühlschrank für längere Zeit voll zu machen. Wer denkt, er könne seine Vermögenswerte außerhalb des Landes im Krisenfall schnell mobilisieren und dann ins Land transferieren, begegnet fast sicher auch hier sehr hohen bürokratischen Hürden. Es sei denn, er spielt mit mehreren Millionen von denen man etwas entbehren kann. Da drückt man auch bei einer Bank vielleicht schon mal ein Auge zu.
Wer sich auf Gold und Silber im sicheren Lager in Singapur oder der Schweiz verlässt: Edelmetalle haben so ihr Problem als Lagerung in Costa Rica, das aus unerfindlichen Gründen selbst die (legale!) Einfuhr von größeren Mengen bis zum Einzug durch den Zoll bedroht. Und egal wieviel Edelmetall irgendwo lagern, davon lässt sich am Ende auch in Costa Rica nicht leben.
Bitcoin?
Ein noch so schönes Haus, eine noch so hohe ausländische Pension, noch so pralle Bitcoinkonten bieten in globalen Krisenzeiten eine schwache Sicherheit, den Kühlschrank für längere Zeit voll zu machen. Wer denkt, er könne seine Vermögenswerte außerhalb des Landes im Krisenfall schnell mobilisieren und dann ins Land transferieren, begegnet fast sicher auch hier sehr hohen bürokratischen Hürden. Es sei denn, er spielt mit mehreren Millionen von denen man etwas entbehren kann. Da drückt man auch bei einer Bank vielleicht schon mal ein Auge zu.
Wer sich auf Gold und Silber im sicheren Lager in Singapur oder der Schweiz verlässt: Edelmetalle haben so ihr Problem als Lagerung in Costa Rica, das aus unerfindlichen Gründen selbst die (legale!) Einfuhr von größeren Mengen bis zum Einzug durch den Zoll bedroht. Und egal wieviel Edelmetall irgendwo lagern, davon lässt sich am Ende auch in Costa Rica nicht leben.
Bitcoin?
Auch diese elektronische Währung ist kein verlässlicher Garant zum Überleben, zumal die gesamte Wirtschaft auch in Costa Rica dieses Zahlungsmittel seltenst im Handel akzeptiert.
FAZIT
"Noch" bietet Costa Rica derzeit Aufenthaltstitel mit überschaubaren, moderaten finanziellen und zeitlichen Anforderungen als Plan B. Costa Rica ist insbesondere für Ruheständler und Miniinvestoren interessant wegen der niedrigen Einstiegsgrenzen. Wer heute dazu noch zögert, den bestraft eben das Leben im kriegsgeilen Europa. Auch kann man akzeptieren, dass Costa Rica für eine gewisse Zeit ein sicherer Hafen ist, wenn man feststellen sollte, dass man hier nicht nicht bis zum Lebensende durchhält.
Ein wichtiger Fakt für das Überleben eines Landes auch und dies gerade in Krisenzeiten, ist die innere gesellschaftliche Stabilität. Deutschland hat seine innere Stabilität längst durch die Massenumvolkung der letzten Zeit vermutlich auf lange Sicht verloren. Dazu kommt die psychische Deformation breiter Bevölkerungsschichten, die eine Abkehr von Werten wie einer intakten Familie, Kinder und beruflichen Erfolg zelebriert. In Lateinamerika und damit auch in Costa Rica, ist ein solcher Suizid nicht erkennbar, da man derartige Luxusprobleme schlichtweg nie hatte und die Familie eine tragende Säule im ganzen Leben eines Jeden spielt. Nicht selten ist es auch selbstverständlich, dass eine ganze Familie vom Einkommen seines Nachwuchses lebt und dieser dies auch tut. Natürlich gibt es auch Lesben, Schwule und falsche Geschlechter. Doch handelt sich dies um Randnotizen und nicht um Hauptthemen. Aus dieser Tatsache heraus gerät das Land nie in Schieflage. Und eine beinahe gewaltsame "Umvolkung" wie in Europa führt nur deshalb dort zum Untergang, weil sich die Regierung völlig Kulturfremde und Gewaltbereite in Massen ins Land holte. In Lateinamerika finden andauernd Einwanderungen statt. Im Gegensatz zu Europa allerdings fällt dies kaum ins optische Gewicht, denn egal ob ein Kolumbianer oder Argentinier nach Costa Rica einwandert: er gehört zur großen Familie und benimmt sich auch so. Ein gewaltiger kultureller Vorteil, der gerade uns Deutschen völlig fremd ist und mit der Einwanderungswelle an afrikanischen oder orientalischen Messerschwingern geht die deutsche Kultur und Eigenheit zugrunde.
FAZIT
"Noch" bietet Costa Rica derzeit Aufenthaltstitel mit überschaubaren, moderaten finanziellen und zeitlichen Anforderungen als Plan B. Costa Rica ist insbesondere für Ruheständler und Miniinvestoren interessant wegen der niedrigen Einstiegsgrenzen. Wer heute dazu noch zögert, den bestraft eben das Leben im kriegsgeilen Europa. Auch kann man akzeptieren, dass Costa Rica für eine gewisse Zeit ein sicherer Hafen ist, wenn man feststellen sollte, dass man hier nicht nicht bis zum Lebensende durchhält.
Ein wichtiger Fakt für das Überleben eines Landes auch und dies gerade in Krisenzeiten, ist die innere gesellschaftliche Stabilität. Deutschland hat seine innere Stabilität längst durch die Massenumvolkung der letzten Zeit vermutlich auf lange Sicht verloren. Dazu kommt die psychische Deformation breiter Bevölkerungsschichten, die eine Abkehr von Werten wie einer intakten Familie, Kinder und beruflichen Erfolg zelebriert. In Lateinamerika und damit auch in Costa Rica, ist ein solcher Suizid nicht erkennbar, da man derartige Luxusprobleme schlichtweg nie hatte und die Familie eine tragende Säule im ganzen Leben eines Jeden spielt. Nicht selten ist es auch selbstverständlich, dass eine ganze Familie vom Einkommen seines Nachwuchses lebt und dieser dies auch tut. Natürlich gibt es auch Lesben, Schwule und falsche Geschlechter. Doch handelt sich dies um Randnotizen und nicht um Hauptthemen. Aus dieser Tatsache heraus gerät das Land nie in Schieflage. Und eine beinahe gewaltsame "Umvolkung" wie in Europa führt nur deshalb dort zum Untergang, weil sich die Regierung völlig Kulturfremde und Gewaltbereite in Massen ins Land holte. In Lateinamerika finden andauernd Einwanderungen statt. Im Gegensatz zu Europa allerdings fällt dies kaum ins optische Gewicht, denn egal ob ein Kolumbianer oder Argentinier nach Costa Rica einwandert: er gehört zur großen Familie und benimmt sich auch so. Ein gewaltiger kultureller Vorteil, der gerade uns Deutschen völlig fremd ist und mit der Einwanderungswelle an afrikanischen oder orientalischen Messerschwingern geht die deutsche Kultur und Eigenheit zugrunde.
Egal. Wer die permanente Residencia in der Tasche hat, für den bieten sich Möglichkeiten, denn er hat wenigstens als Ausländer die Lektion gelernt, wie manches hier tickt. Und andere lateinamerikanische Länder ticken ähnlich. Das Nachbarland Panama z.B. punktet mit anhaltendem Wachstum und Angeboten. Wer also dahin einwandern würde, müsste weder die Sprache noch den Kulturkreis ändern und wäre über zahllose Ähnlichkeiten hoch erfreut.
Kriegsgefahr in Lateinamerika? Fehlanzeige. Die Länder weisen eine makellose, friedliche Bilanz im Miteinander auf.
Man muss im Vorfeld eines Plans B sich nicht bereits über die hohen Lebenshaltungskosten in Costa Rica beklagen oder sich an mancher Eigenheit des Landes oder Land und Leuten stören: im Fall der Fälle hat hier jeder etwas zu Essen und wenn man im Extremfall seine Ansprüche kennt und einregelt, kann man auch mit 1000 USD pro Monat ganz gut selbst im Zentraltal leben. Die Menschen werden den europäischen Krisenfall kaum wahrnehmen oder darüber lamentieren: das hilft auch der eigenen Psyche, stabil zu bleiben.
Bis dahin baut man in kleinen Portionen genügend Überlebenskapital auf um auch längere Durststrecken gefahrlos zu meistern oder/und investiert strategisch in Betongold. In prosperierenden Wirtschaften wie Costa Rica bzw. Panama ist das Risiko eines staatlichen Zugriffs oder angedachte Zwangsabgaben auf Vermögen wie in Deutschland oder Europa schlichtweg unbekannt und auch undenkbar.
Bis dahin baut man in kleinen Portionen genügend Überlebenskapital auf um auch längere Durststrecken gefahrlos zu meistern oder/und investiert strategisch in Betongold. In prosperierenden Wirtschaften wie Costa Rica bzw. Panama ist das Risiko eines staatlichen Zugriffs oder angedachte Zwangsabgaben auf Vermögen wie in Deutschland oder Europa schlichtweg unbekannt und auch undenkbar.
Noch bleibt Zeit für einen Plan B, doch sie ist bereits knapp bemessen.
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