AYA - Behörde im Dauerversagen?
Costa Rica hat ein zentralistisches System in der Verwaltung seiner natürlichen Ressourcen. Man mag dies aus deutscher/westlicher Sicht kritisieren und belächeln. Doch so ist es eben aus der Geschichte und es bietet eben auch viele Vorteile. Anstatt wie in vielen Industrienationen, wo bereits mit der Privatisierung in Kommunen die hoheitliche Verantwortung des Staates ausgehebelt wird, ist der Staat dafür verantwortlich. Zugegeben, da die AYA ein staatlich geführtes Ministerium ist, ist dieser Apparat sicher weit weniger effizient als ein solches in anderen westlichen Industrieländern. Doch aus der Geschichte heraus ist die Wasserver- und Entsorgung für alle Einwohner eine tragende Säule. So hat sich der Konsum aufgrund steigender Einwohnerzahl, Ansiedlung von Wohn- und Geschäftsgebieten in den vergangenen Jahren erhöht und trifft auf eine marode, alte und oft antiquierte Infrastruktur. Besonders fällt einem die immerwährende Leckage in den öffentlichen Versorgungsleitungen auf. Diese begegnet einem auf Schritt und Tritt im Straßenbild.
Das sind z.B. diverse Rohrbrüche, die munter unter der Straßendecke sich ihren Weg suchen. In diesem Fall seit Monaten. Selbst die Nähe der Gemeindeverwaltung veranlasst die zuständige Abteilung der AYA über Monate nicht, für Abhilfe zu sorgen. Wer denkt, das sei Unvermögen oder Absicht irrt. Hier wird sichtbar, dass in diesem Land eben nicht alles nach den Vorstellungen preußischer Bürokratie läuft.
Hat nun der Staat genügend Technik, solche Reparaturen zu machen? Aber ja! Costa Rica leidet nicht darunter, technisches Gerät anschaffen zu müssen. Auch sind in den Behörden genügend Motivierte zu finden, die solche Fehler ordentlich beheben können. Schließlich entstehen überall modernste Gebäude und Wirtschaftszentren. Und diese werden mit dem öffentlichen Wasser- und Abwassernetz mit großem Einsatz verbunden. Auch entstehen fast überall zahlreiche neue Wohnanlagen und auch hier müssen die Menschen keine Brunnen nutzen sondern drehen ihren Wasserhahn auf.
Das sind z.B. diverse Rohrbrüche, die munter unter der Straßendecke sich ihren Weg suchen. In diesem Fall seit Monaten. Selbst die Nähe der Gemeindeverwaltung veranlasst die zuständige Abteilung der AYA über Monate nicht, für Abhilfe zu sorgen. Wer denkt, das sei Unvermögen oder Absicht irrt. Hier wird sichtbar, dass in diesem Land eben nicht alles nach den Vorstellungen preußischer Bürokratie läuft.Es ist ganz einfach der lateinamerikanische Schlendrian, der bürokratische Filz und die Undurchdringbarkeit. Und: diese Ministerien leben in einer komfortablen, finanziellen Situation. Mit vergleichsweise hohen Wasserpreisen finanziert man seinen Apparat.
Wie gehen die Menschen aber damit um?
Jeder halbwegs vernünftige und länger im Land Lebende misstraut staatlichen Strukturen. Solange man den Menschen nicht zu tief in den Geldbeutel greift, erfolgen Änderungen in langen Zeiträumen.
Wasser ist noch immer kein Luxus. Deshalb bewegen sich auch die Wasserpreise auf einem noch immer vergleichsweise niedrigen Nivea. Sicher spielt auch das eine Rolle, dass man aufgrund vieler Staudämme und dezentralen Wasserstationen und der besonderen Lage des Landes fast überall auf Wasser im Boden stößt. Costa Rica ist mehrheitlich ein grünes und deshalb auch regenreiches Land. Doch viele Einwohner haben längst erkannt, dass man so nicht weiter haushalten kann.
Zukunft Wasser? Costa Rica erlebte in den letzten Jahren einen gewaltigen Schub an finanziellen Mitteln und das wird auch die die Struktur und die Behörde der AYA allmählich ändern.
Der vergleichsweise große Baufortschritt ist eine Herausforderung, denn Grund und Boden sind privat abseits öffentlicher Trassen und Grundstücke. Viele Projekte können nicht entstehen, weil einfach der Platz fehlt. Ein noch größeres Problem ist das Abwasser, da es in den urbanen Zonen kaum effiziente Abwassersysteme gibt.
Und auch der pflegliche Umgang mit dieser Ressource hat bereits in der Schule einen Platz. Geduld.
Der vergleichsweise große Baufortschritt ist eine Herausforderung, denn Grund und Boden sind privat abseits öffentlicher Trassen und Grundstücke. Viele Projekte können nicht entstehen, weil einfach der Platz fehlt. Ein noch größeres Problem ist das Abwasser, da es in den urbanen Zonen kaum effiziente Abwassersysteme gibt.
Und auch der pflegliche Umgang mit dieser Ressource hat bereits in der Schule einen Platz. Geduld.
Deutsche Lustreise
12.2025
Es mutet schon lächerlich an, wenn eine deutsche Behörde mit prall gefülltem Geldsack sich mit den Funktionären hier an einen Tisch mit den Behörden setzen (siehe Dezember 2025) und (aus meiner Sicht) mit typisch deutscher Überheblichkeit über Fachliches mit ihren Kollegen diesseits des Atlantik sprechen. Ganz sicher landen solche Ratschläge und Hilfen nicht dort wo man denkt. Mittlerweile beklagen deutsche Kommunen und Städte das marode Versorgungsnetz in Deutschland. Hier wäre die Hilfe besser aufgehoben als eine Lustreise ins sonnige Costa Rica.
Bei diesem Besuch geht es erneut um Geld, das dem deutschen Steuerzahler gestohlen werden soll und dann in ergebnislose Projekte (hier zum Thema Wasser und Abwasser) ohne Kontrolle fließt. Geld vom reichen, dummen Deutschland nimmt man überall gerne, dafür ist man in solchen Ländern immer empfänglich. Anstatt in die mittlerweile marode deutsche Infrastruktur zu investieren, reist man lieber auf Staatskosten in ferne Länder und verteilt das nicht vorhandene Geld. Dieses Thema (Wasser und Abwasser) übrigens kenne ich nun seit langem und sage, dass dieses Beispiel nur ein Beispiel der langanhaltenden vorsätzlichen Vernichtung deutschen Steuergeldes ist und den Steuerzahler teuer zu stehen kommt. Costa Rica bzw. besser solche Länder hätten dafür genügend Geld und wie ich von einem ehemaligen Bekannten weiß, der in Costa Rica mit den Kommunen Abwasseranlagen bauen wollte, aufgrund der Korruption und Unwillens ein Fass ohne Boden. Da steckt ein normaler Mensch kein Geld hinein. Oder er ist Deutsch. Zum Glück oder aus Absicht bekommt man eben solche Lustreisen im maroden Deutschland nicht mit.
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