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Eine Immobilie in Costa Rica - nach wie vor keine schlechte Idee

In Zeiten von fast 0 Zins in Europa und der Frage nach der Sicherheit seines sauer verdienten Kapitals in Europa sucht manch einer auch Alternativen. Warum nicht Costa Rica?
Für Europa ist Costa Rica schon lange ein sehr guter Handelspartner und ist politisch stabil. Sie unterhält keine Armee, die Menschen haben eine vergleichsweise hohe Bildung und damit einhergehend zieht es viele internationaler Firmen hierher.
Das Zentraltal erlebt dabei einen noch immer wachsenden Zuzug von Arbeitskräften und durch steigende Löhne ist das Einkommensniveau mittlerweile beinahe an das Niveau von Industrienationen gerückt. Die Regierung beflügelt dies u.a. durch einen Mindestlohn und allerlei arbeitnehmerfreundliche Vorschriften wie auch für Firmen eine freizügige Handhabung steuerlicher Abgaben ( z.B. eine Vielzahl von steuerbefreiten Freihandelszonen).

Anmerkung
Übrigens kann ein Immobilienkauf rechtlich bereits die Eintrittskarte für Costa Rica  (=Aufenthaltsgenehmigung) nach sich ziehen (Mehr)

VORAB:
Wer mit offenen Augen dieses Land bereist und einen Wohnsitz sucht oder ein Objekt sucht, wird schnell bemerken, dass der Immobilienmarkt in Costa Rica eigene Regeln kennt. Auch wenn der Traum vom Haus am Meer schnell blendet: man sollte sich sehr gut überlegen, wo man sein Geld "parkt", denn ganz eindeutig konzentriert sich das Land auf seine Mitte und die Frage stellt sich irgendwann für Jeden, ob man seine Immobilie nach der Anschaffung überhaupt jemals wieder verkaufen kann.

KAUFEN?
Es herrscht im Zentraltal Wohnungsnot für guten Wohnraum und die Mietpreise bewegen sich mittlerweile in guten Lagen ganz leicht über dem von europäischen Großstädten. Auch deswegen besetzt sich der Immobilienmarkt von vielen Ausländern, die den Wert einer Immobilie als lohnendes Invest sehen. Und nicht zuletzt: Costa Rica bietet Investoren einen Investorenschutz durch "grundbuchähnliche" Registrierung des Eigentumes in einem staatlich geführten Register. Auch damit gewinnt es unter Anlegern Vertrauen.
Die Eintragung muss über einen Anwalt/Notar erfolgen (LINK).
Für einen Erwerber ist wichtig: er tritt bei Kauf in alle Pflichten des Verkäufers ein und haftet z.B. für nicht gezahlte Steuern und Abgaben usw. Nur ein exzellenter und unbestechlicher Anwalt, am besten auch Ihre Sprache beherrschend, sollte deshalb mit einer Abwicklung beauftragt werden.
Ein solcher Anwalt spart Ihnen eine Menge Ärger und ist deshalb meist teurer.
Immobilienangebote findet man über seriöse Makler oder Immobilienportale bzw. die Zeitung. Es gilt wie überall auf der Welt: Lage, Lage und noch einmal Lage.
Und nochmals: auch wenn eine Immobilie am Strand noch so verlockend ist, liegen solche Objekte (nachdem man sie gekauft hat) wie Blei und man muss hoffen, wieder einen Ausländer zu finden, der sie dann genauso blind kauft. Trotz aller Beteuerungen von Maklern oder wohlmeinenden Landsleuten hier: aufgrund der klaren Ausrichtung des Landes ist es klug, dort zu kaufen, wo auch in Zukunft gekauft wird.

EMPFEHLUNG
Eine Immobilie im Zentraltal und da nur in ganz ausgesuchten Orten kaufen. Keine "Billigheimer", nur bestens renovierte Objekte oder zumindest eine gute Lage sollte es sein. Für Eigennutzer ein Ferienhaus oder eine Wohnung mit langfristiger Perspektive oder zur Vermietung: wer selbst renovieren kann, spart viel Geld im Einkauf, da Objekte mit sanierungsbedürftigem Zustand auch wesentlich günstiger angeboten werden.

MIETEN?
Eine ganz andere Strategie sollten mögliche Einwanderer und Unschlüssige fahren: zuerst Mieten, wenn man seinen zukünftigen Wohnort noch nicht kennt. Ist nicht billig, aber man gewinnt Zeit. Allerdings sind auch die Mieten in Boomlagen ganz erheblich gestiegen. Wer vermieten möchte sollte sich auch mit den hießigen Gesetzen beschäftigen, die m.E. wesentlich vermieterfreundlicher als z.B. in Deutschland sind.

IMMOBILIENANGEBOTE
Sie finden in der Tagespresse oder in Immobilienportalen wie z.B. 4salebyowner encuentra24 Angebote. Empfehlung: Um ein Gefühl für Ausstattung, Lage und Preise zu bekommen, sollte man in Ruhe sich auch mal Objekte in unterschiedlichen Lagen ansehen. Von Angebotspreisen sollte man sich hier grundsätzlich nicht beeindrucken lassen: wie alles senkt eine kluge Verhandlung auch einen Preis.

IMMOBILIENMAKLER
Immobilienmakler in Costa Rica und deren Tätigkeit sind nicht zu vergleichen mit ihren Berufskollegen in Deutschland. Dort haften ja bekanntlich Makler für Vieles und per Gericht sind Mängel und deren Verschweigen kein leichtes Vergehen auch für Makler und den Verkäufer.
In Costa Rica findet man dazu rechtlich kein oder sehr schwer Gehör bei Problemen, wenn der Kauf getätigt und die Provision einmal geflossen ist. Natürlich gibt es seriöse und unseriöse Makler, aber Sie können als Ausländer nicht beurteilen, wer zu welcher Gattung dieser gehört.
TIPP
Es ist dringend ratsam, sich als Käufer auch bei einer Objektbegehung fachlichen Rat zum Objekt einzuholen. Trauen Sie aber nicht alleine den noch so guten Argumenten von Immobilienmaklern.
In Costa Rica unterscheidet sich die Qualität eines (neuen) Hauses von denen in Europa, da Normen wie Schallschutz, Qualität der Gewerke etc. nicht gibt. Daher ist der optische Eindruck nicht immer aussagefähig.

TIPPS
Vorsicht walten lassen und sich an die offiziellen Spielregeln halten (kein illiegales Geld, kein unklares Vertragswerk, Hände weg von mündlichen Vereinbarungen).
Selbst wenn ein Makler mit blumigen Worten für die eigenen Leistungen wirbt: schalten Sie Ihren Kopf ein.
Ach ja: Makler müssen in der costa-ricanischen Kammer eingetragen sein (LINK) und u.a. eine Nummer beim Finanzamt haben.
Alle Anderen sind "Freizeitmakler". Hände weg!

"Grundsteuern"
Eintragung der realen Werte bei der Municipalidad
In der Verhangenheit war es ein Volkssport, keine oder unwahre Angaben bezüglich Werte seines Immobilie gegenüber der Munipalicidad zu machen. Da diese einerseits für die Verwaltung aller kommunalen Angelegenheiten wie auch der Polizei, der Müllabgabe und v.m. zuständig sind, andererseits eben auch man vieler Orten Misswirtschaft betrieb, eine verständliche Handlung.
Mittlerweile sind allerdings auch diese Behörde vernetzt und es gibt die Pflicht für Immobilienbesitzer, sein Eigentum alle 5 Jahre neu zu bewerten.

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