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Wer oder was ist die "CAJA"?
Eine der wirklich interessanten Modelle der staatlichen Gesundheitsversorgung in Costa Rica ist die "CAJA DE SEGURO SOCIAL", die flächendeckend bis "in die unterste Ebene der Bevölkerung" eine Versorgung im Krankheitsfall bietet.
In der Praxis bietet die staatliche Kasse ein Netz von kleinen ärztlichen Zentren (EBAIS), die jeder Versicherte nutzen kann, der Mitglied der CCSS ist.
Also faktisch alle Einwohner und auch alle Personen, die eine Aufenthaltserlaubnis "Cedula" besitzen. In diesen kleinen ärztlichen Zentren arbeitet ein kleines Team von Ärzten und steht für die anfallenden ambulanten Untersuchungen vor Ort bereit.
Darüber gibt es auch eigene Kliniken und andere Einrichtungen für die weitere Behandlung.
Dies hat Costa Rica im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Staaten einen guten Ruf eingebracht.

Schlagzeilen macht leider auch diese staatliche Einrichtung regelmässig durch Geldverschwendung, innefektive Arbeit und Korruption ihrer Funktionäre.
Und natürlich durch die Tatsache, dass dieses System inzwischen eigentlich pleite ist Mangels Einnahmen und durch den Staat mehr oder minder am Laufen gehalten wird.

Lange Wartezeiten für schwierigere Operationen sind daher gang und gäbe.

Wer zahlt in die CAJA?
"Eigentlich" jeder, der Arbeitnehmer ist und natürlich auch als Selbständiger arbeitet.
Und: jeder, der eine Aufenthaltsgenehmigung für Costa Rica hat muss der CAJA beitreten.
Vor allem für Amerikaner und Kanadier, die in den USA oder Kanada von einer solchen preiswerten Versorgung nur träumen können davon als Residenten profitieren.
In der Praxis können Selbständige aber ihr Einkommen "gering rechnen" und es gibt für viele Berufe unverständlicherweise auch Ausnahmeregelungen.

Costa Rica macht deswegen immer mehr Fortschritte bei der Bekämpfung illegaler Beschäftigungsverhältnisse, die in die CAJA meist keine oder zu niedrige Beiträge einzahlen.

Aber die Überprüfung solcher Beschäftigungsverhältnisse durch die CAJA macht mittlerweile große Fortschritte.

Was bezahlt man?
Stand 10.2015  
ca. 89 USD/Monat als Pensionär
Tendenz steigend.

Trotzdem sind auch Nutzniesser dieses staatlichen Systems auch die privaten Kliniken wie z.B. das CIMA oder CLINICA BIBLICA, da die dortigen Kapazitäten an Ärzten und Technik wesentlich besser sind.
Wer es sich leisten kann oder will, lässt sich übrigens dort behandeln und deckt die Kosten über eine private Auslandsversicherung oder die hier ansässige INS ( d i e staatlich "private" Versicherungsgesellschaft ).

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