Direkt zum Seiteninhalt

KFW Finanzierung für Wasser in Costa Rica

Costa Rica - Reiseblog - Reisetipps
Veröffentlicht von costarica24.de in AYA · 2 Februar 2019
Tags: AYA
Neulich stolperten wir über diese Meldung:

Meine Meinung "als Betroffener" ist für mich klar:
schon wieder investiert (auch) Deutschland in infrastrukturelle Maßnahmen, deren Erfolgsaussicht ohnehin in solchen Ländern auf wackeligen Füßen steht.
Dieses Geld wäre in deutschen Städten und Gemeinden bei der Bewältigung kommunaler Aufgaben und Probleme besser investiert.
Zumal die Haushaltslage in Costa Rica doch schon lange bei der AYA (ein staatlicher Wasserkonzern) auf immerwährenden schwachen Beinen steht, obwohl (!) die Einnahmen des Landes locker ausreichen dürften aus eigener finanzieller Kraft ein vernünftiges Leitungsnetz aufzubauen.
Warum komme ich auf solche Ergebnisse?
Anscheinend überzeugen sich deutsche Geldgeber nicht vor Ort über die fehlenden Fertigkeiten der hiesigen ausführenden Firmen und Institutionen.
Ein solches Vorhaben für seine Bevölkerung nach heutigen Standards aufzubauen, erfordert auch die Bekämpfung vieler Korruptionskanäle, in denen solche Gelder auch und gerade in Länder wie Costa Rica versacken.
Technokraten und Banker aus Europa sollten lieber vor einer solchen Finanzierung klare Linien ziehen, die die Nachhaltigkeit solcher Investitionen sicherstellt und eine glasharte Erfolgskontrolle verbindet anstatt sich auf Lustreisen im Land zu begeben.
Nur dies schreckt einigermaßen vor dem hier üblichen "Pfusch" ab.

Offenbar ist den Geldgebern bis heute auch nicht klar:
Die zuständige staatliche Behörde hatte und hat noch nie ein Problem mit Wasser oder Abwasser, ihre staatlichen Bediensteten sind einfach nur zu dumm oder unwillig, sich technologisch auf einen Stand zu bringen, der z.B. die enorme Wasserverschwendung durch andauern brüchige Leitungen eindämmt.

Ganz anders handeln die Chinesen, die von der lateinamerikanischen Mentalität sich nicht täuschen lassen und gleich ihre Arbeiter und Firmen (z.B. der Ausbau der Strasse nach Liberia) mitbringen. Im Übrigen schafft dies auch noch Arbeitsplätze und Einnahmen für China.
Diese Blaupause hat sich übrigens gerade in Costa Rica immer bewährt, denn der übergroße staatliche Apparat und seine Mechanismen sind in großen Teilen ineffizient.


Zurück zum Seiteninhalt