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Warum ein Auto wichtig ist:
Costa Rica bietet gerade im Fernbereich ein gut ausgebautes landesweites Bussnetz und dies zu erschwinglichen Preisen. Im Ballungsraum allerdings sind selbst einige Kilometer eine sehr zeitaufwendige Sache, wenn man zum Beispiel Besorgungen machen muss.
Wer mal eben etwas erledigen will oder muss, kommt deshalb an einem eigenen Fahrzeug kaum vorbei.

Rat:
Ein Auto kaufen. Dies haben wir übrigens als Budget schon zu Beginn fest eingeplant und fahren mit eigenem Auto trotz hoher Allgemeinkosten recht gut damit.

Ein großes Aufregerthema: Sicherheit
In Costa Rica sind derzeit etwas weit über eine Million Fahrzeuge zugelassen. Und seit einigen Jahren muss man mit dem Fahrzeug auch tatsächlich zum "TÜV" ( RITEVE ).
Der Erfindungsreichtum der Ticos (und anderer ....) kennt aber angesichts Mängel kein Pardon: da wird mal schnell beim Schrauber um die Ecke alles fit für den Termin gemacht und danach wieder das Teil abmontiert und das alte drangeschraubt. Da nimmt es kein Wunder, dass ein privater Autokauf ( dies bleibt rechtlich den Residenten und Einheimischen vorbelassen ) zum Spiessrutenlaufen wird und danach fast immer Ärger vorprogrammmiert ist. Aber auch die Stellen des RITEVE produzieren Ärger, denn nicht selten sind die aus Europa kommenden Prüfgerät defekt oder schlecht gewartet und lassen eine Durchfahrt dann zum nervtötenden Wiederholprozess werden.

NEU oder ALT
Apropos Auto: mittlerweile findet man fast alle Automarken hier und kein Mensch muss noch mit einem alten Auto herumfahren.
Ich persönlich würde dies auch in diesem Land ablehnen.
Wer das nötige Kleingeld hat, findet zwar Mercedes und Co., aber auch Khia und Co. verkaufen hier ganz gut und sind zu moderaten Preisen zu bekommen.
Wenn man also dauerhaft hier leben möchte, kann ein Neuwagen oder guter Gebrauchter deshalb die richtige Wahl sein.
Im Zentraltal hat sich innerhalb der letzten 5 Jahre das Strassenbild deutlich geändert. Traf man vorher meist noch stinkende und röchelnde Oldtimer an, beherrschen das Strassenbild nun alle modernen Marken.
Ich kann ich nur empfehlen, ein neues oder zumindest ein neueres Fahrzeug zu kaufen, was im Übrigen auch mit niedrigerem Spritverbrauch und einer zeitgemäßen Sicherheitsausstattung honoriert wird.
Wer ein gebrauchtes (altes) Auto kauft, sollte deshalb peinlich genau auf alles achten und einen vertrauenswürdigen Mechaniker gleich mit dabei haben.

Laufender Unterhalt
Ein wichtiges Thema ist die "Marchamo" (eine Art staatliche Nutzungsgebühr inklusive Steuer für alle zugelassenen Fahrzeuge), die jährlich zu entrichten ist. Sie orientiert sich an dem jeweiligen Fahzeugwert, den der Staat jährlich ermittelt und in der Regel nichts mit dem tatsächlichen Wert zu tun hat. Wer keinen aktuellen TÜV hat, erhält diese Plakette übrigens nicht und kann somit auch nicht fahren.

Versicherung
muss jeder selbst machen oder eben die Unfälle aus eigener Tasche bezahlen. Die Pflichtversicherung wie Marchamo der INS deckt nur unzureichend Schäden an Dritten ab. Deshalb kann man als Fahrzeugbesitzer eine Police für viele Eventualitäten abschliessen: diese Versicherung funktioniert hier genauso wie in Europa: Schutz bei Haftpflichtschäden und Schäden am eigenen Fahrzeug. Und man erhält einen Rabatt, wenn man keinen Unfall baut.

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